Trading-Instrumente: ETFs

Trading-Instrumente: ETFs

ETFs haben die Kapitalanlage revolutioniert. Die Abkürzung steht für Exchange Traded Fund und bedeutet „börsengehandelter Indexfonds“. Es handelt sich dabei um Sondervermögen wie auch bei klassischen Investmentfonds - mit dem Unterschied, dass es bei ETFs keinen aktiven Fondsmanager gibt. Der Kurs bildet den jeweiligen Index einfach im Verhältnis 1:1 ab, was sehr niedrige Verwaltungskosten ermöglicht.

Mit ETFs können Anleger auf einfache Weise investieren. Für praktisch alle relevanten Indizes existieren entsprechende Produkte, oftmals sogar von verschiedenen Anbietern. Damit ist es möglich, weltweit Kapital mit nur einer Transaktion anzulegen. Neben Ländern kann man mit ETFs  in Sektoren, Regionen oder auf einen Schlag global investieren. Darüber hinaus gibt es spezielle ETFs, die regelbasierte Indizes zu Kapitalmarktanomalien wie Value, Low Volatility oder Momentum abbilden, um mögliche Überrenditen zu erzielen.

Bei vielen ETFs ist die Währung des Zielinvestments zu beachten. Zwar notieren die in Deutschland handelbaren Produkte in Euro, jedoch unterliegen sie dennoch einem Währungseffekt, wenn der zugrundeliegende Index beispielsweise US-Aktien abbildet. Das gleiche gilt für Exchange Traded Commodities (ETCs). Diese bilden Rohstoffe oder Rohstoffindizes ab, die in der Regel in US-Dollar notieren.

Neben ETFs und ETCs gibt es ETNs. Dies sind Exchange Traded Notes, also börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen. Ein bekanntes Beispiel ist der VXX, ein ETN zur Abbildung von Futures auf den Volatilitätsindex VIX. Um die drei Kategorien ETF, ETC und ETN zusammenzufassen, spricht man oft von Exchange Traded Products, kurz ETPs. Im Gegensatz zu ETFs stellen ETCs und ETNs jedoch kein Sondervermögen dar.

Für Trader können Hebel- und Short-ETPs interessant sein. Mit diesen Instrumenten kann man überproportional an Kursbewegungen partizipieren oder von fallenden Kursen profitieren. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass sich die gehebelte oder die Short-Wirkung jeweils nur intraday exakt widerspiegelt. Über mehrere Tage oder gar Wochen resultiert insbesondere in volatilen Seitwärtsphasen ein negativer Basiseffekt, der einen relativen Renditenachteil für den Trader bedeutet.

 

B1) Renditedreieck DAX

ETFs sind ideal, um langfristig in Indizes zu investieren. Die Grafik zeigt, welche Jahresrenditen beim DAX je nach Anlagezeitraum möglich waren. Aufgrund der niedrigen Kosten fällt die Rendite eines DAX-ETFs auch über längere Zeiträume nur leicht niedriger aus als für den Index selbst.

Chart Aktien Vergleich

Quelle: Deutsches Aktieninstitut

 

 

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