Trading-Grundlagen: Risiko-Management

Trading-Grundlagen: Risiko-Management

 

Das Risiko-Management ist wohl die wichtigste Aufgabe eines Traders überhaupt. Denn nur, wer sein Risiko dauerhaft kontrolliert, kann langfristig am Markt überleben. Erst, wenn das sichergestellt ist, lohnt überhaupt der Blick auf die zweite Komponente, das Money-Management zur Maximierung der Trading-Gewinne. Beide Konzepte sind stark miteinander vernetzt, sodass wir sie uns hier gemeinsam anschauen.

 

Der zentrale Punkt im Risiko-Management ist die Ausstiegsstrategie im Misserfolgsfall. Jeder Trade kann schief gehen. Und genau mit diesem Szenario muss sich der Trader als erstes beschäftigen. Daher sollten entsprechende Stopp-Kurse festgelegt werden, bei deren Erreichen die Position glattgestellt wird.

 

Nehmen wir das Beispiel des DAX CFD. Bei einem Kurs von 10.000 Punkten bekommt unser Trader ein Long-Ausbruchssignal. Er kauft einen CFD und sichert sein Risiko ab, indem er einen Stopp-Loss unter das letzte Zwischentief bei 9.900 Punkten setzt. Damit ist sein Risiko mit 100 Punkten bzw. 100 Euro je DAX CFD festgelegt. Bei Auftreten von Slippage und/oder Kurslücken kann das Risiko in der Realität allerdings (etwas) größer ausfallen.

 

Der Schnittpunkt zum Money-Management liegt bei der Anzahl der Kontrakte. Diese beeinflusst direkt die Positionsgröße und damit sowohl das Trade-Risiko als auch die Trade-Chance. Alternativ kann der Trader seinen Stopp-Abstand verringern, um bei unverändertem Risiko entsprechend mehr Kontrakte handeln und im Erfolgsfall größere Gewinne erzielen zu können. Allerdings wirkt sich das wiederum negativ auf die zu erwartende Trefferquote aus, da er häufiger ausgestoppt wird. Risiko- und Money-Management sind also auch ein Optimierungsproblem in Bezug auf das Chance/Risiko-Verhältnis.

 

Hinzu kommt das Margin-Konzept im CFD-Trading. Dadurch können – anders als beim klassischen Aktienhandel – Positionen eröffnet werden, die größer als das Handelskonto sind. Diese Margin, also die zu hinterlegende Sicherheitsleistung, liegt bei WH SelfInvest für den DAX momentan bei 1%. Um bei einem DAX-Stand von 10.000 Punkten zwei DAX CFDs zu handeln, sind also anfangs nur 200 Euro Sicherheitsleistung erforderlich.

 

Obwohl die Gesamtposition 20.000 Euro beträgt, kann sie mit einem 10.000-Euro-Konto problemlos gehandelt werden. Hält der Trader seinen Stopp im Verlustfall ein, stellt dies auch kein Problem für sein Konto dar. Bei einem Stopp bei 9.900 Punkten wäre das Risiko 200 Euro bzw. 2% des Handelskapitals.

 

Wieviel man je Trade riskieren sollte, hängt von verschiedenen Dingen ab:

 

  • Risikoneigung des Traders

  • Zeithorizont (intraday bzw. Übernacht-Positionen)

  • Volatilität des gehandelten Instruments

 

Eine oft verwendete Methode ist das Fixed-Fractional-Konzept. Hier wird je Trade immer (grob) der gleiche Prozentsatz des verfügbaren Kapitals eingesetzt. Je nach Kontogröße handelt es sich um Werte im Bereich von bis zu 2% (kleine Konten), bis zu 1% (mittlere Konten) beziehungsweise 0,25% bis 0,5% (große und sehr große Konten).

Grundsätzlich sollten Trader auch das Risiko von Übernacht-Positionen einkalkulieren. Es können unvorhergesehene Kurslücken auftreten, die bei zu hoher Positionsgröße problematisch werden können. Entsprechend muss die Positionsgröße auf den Zeithorizont angepasst sein.

 

B1) Risiko-Management DAX CFD

Im markierten Bereich um 10.000 und 10.100 Punkte scheiterten Ausbruchsversuche des DAX mehrmals. Das Risiko-Management sichert den Trader für solche Misserfolgsfälle ab. Es ist vorab ein Ausstiegskurs zu definieren und die Positionsgröße dann so zu wählen, dass das Gesamtrisiko je Trade für das Konto klein bleibt – beispielsweise 1% oder maximal 2%.

Dax Chart Risikomanagement 

Quelle: WH SelfInvest, Nano Trader

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

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