Trading-Grundlagen: Keep it Simple

Trading-Grundlagen: Keep it Simple

Heute sind wir beim letzten Teil der Trading-Grundlagen angekommen. In den bisherigen Artikeln ging es um eine Vielzahl an Analysetechniken, die Trader für ihre tägliche Arbeit einsetzen können. Noch wichtiger ist aber die richtige Anwendung. Und dabei ist weniger oft mehr.

Viele Trader haben die Tendenz, ihre Analysen zu kompliziert zu gestalten. Das liegt zum einen daran, dass man im Lauf der Zeit immer mehr Details hinzufügt. Zum anderen denken viele Trader, dass man mit einfachen Instrumenten keinen Vorteil erzielen kann. Im Ergebnis lässt sich immer wieder beobachten, dass Analysen und Handelsstrategien kompliziert aussehen.

Für den Trading-Erfolg ist das aber nicht notwendig. Es mag Ausnahmen bei bestimmten Strategien institutioneller Marktteilnehmer geben, die tatsächlich einen Vorteil durch hochkomplexe Methoden erlangen. Aber für private Trader zeigt sich, dass oft die einfachen Instrumente die besten sind.

Und das aus gutem Grund: Erinnern wir uns an das Grundprinzip der Börse, nämlich die Aggregation aller verfügbaren Informationen durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage zum jeweils aktuellen Börsenkurs. Genau dadurch wird erreicht, dass sich die komplexe Welt rund um den betrachteten Wert auf eine einzige Zahl reduzieren lässt. Warum also den Verlauf dieser Zahl, also den Chart, sowie die Ein- und Ausstiege dann nochmals unnötig verkomplizieren?

Es ist kein Zufall, dass viele Profi-Trader mit recht einfachen Mitteln arbeiten. Viel wichtiger ist nämlich etwas ganz anderes: Die konsequente Anwendung und das Management der Chancen und Risiken der Trades entsprechend der Marktentwicklung. Denn egal, wie komplex eine Handelsstrategie ist, Verlust-Trades wird es immer geben. Es ist ein Trugschluss, diese Verluste durch ein Mehr an Analysen und Detailbetrachtungen ausschalten zu können.

Es ist keine neue Erkenntnis, dass an der Börse weniger oft mehr ist. Schon vor langer Zeit wurde dazu die bekannte Börsenweisheit „KISS“ geprägt. Sie steht für „Keep it Simple, Stupid!“, zu deutsch: „Halte es einfach, Dummkopf!“. Wir sollten uns stets an diesen Satz erinnern, wenn wir einen neuen Indikator oder eine komplizierte Handelsregel überlegen.

Am Ende des Tages ist Trading mit einfachen, bewährten Instrumenten die beste Lösung. Sie hilft uns, den Markt so zu sehen, wie er wirklich ist. Da die Kurse unsere komplexe Welt bereits aggregieren, müssen wir bei den Analysen nicht nochmals kompliziert denken. Und das ist etwas Wunderbares. Es nimmt dem Trader die Last von den Schultern und führt ihn zu den eigentlichen Wurzeln seiner Arbeit zurück – dem Managen von Chancen und Risiken und der Freude am Trading.

 

B1) Analyse-Paralyse

So mancher Trader macht es unnötig kompliziert und verstrickt sich in Details, statt das Große Ganze zu sehen. Es ist ein Trugschluss, Verlust-Trades mit immer mehr Indikatoren und Analysen vermeiden zu können. Statt dessen müssen Trader lernen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, Strategien konsequent umzusetzen und Positionen risikobewusst zu managen.

 

Analyse - paralyse - Chartbild

Quelle: WH SelfInvest, Nano Trader

 

 

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