Stressfreies Swingtrading für Berufstätige (Teil 5)

Stressfreies Swingtrading für Berufstätige (Teil 5)

Konkreter Plan in 7 Schritten

 

  1. Das ruhige Beobachten von einigen Märkten

Diese Swingtrading-Methode beschäftigt sich hauptsächlich mit einigen wichtigen Märkten. Aktien sind ebenfalls möglich, aber das Aktien-Universum ist so umfassend, dass der Trader in die Versuchung kommt, zu viele Charts gleichzeitig zu studieren. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

Wir empfehlen die wichtigsten Devisenmärkte (die Majors und einige Cross-Rates wie EUR/JPY, GBP/JPY, EUR/CHF oder EUR/CAD), einige Indizes (DAX, DOW Jones, SP500, Eurostoxx50) und die wichtigsten Rohstoffe (WTI, Brent, Gold und Silber). Entscheidend ist, dass der Trader in der Lage ist, einmal am Tag einen genauen Blick auf die Tagescharts dieser Märkte zu werfen. Beschränkt er sich auf 15 bis 20 Märkte wird er nach und nach mit ihnen vertraut. Er kennt dann die wichtigen Support und Resistance-Levels und entscheidende Trading-Marken.

  1. Ausschau halten nach Qualitätstrades

Dank der genauer Beobachtung Tag für Tag lernt er die wichtigen Signalen von den unwichtigen zu unterscheiden. Dazu gehört natürlich der Versuchung zu widerstehen zu traden, wenn gar kein gültiges Signal vorliegt. Diese Fähigkeit ist entscheidend für das Erhöhen der Trefferquote.

  1. Chance-Risiko-Verhältnis genau prüfen

Ist ein erfolgsversprechendes Signal einmal festgestellt, sollte der Trader den Chart auf potentielle Chance-Risiko-Verhältnisse prüfen. Ist ein Trade mit einem angemessenen Risiko überhaupt möglich? Ist ein Kursziel, das zumindest zwei Mal die Höhe des Risikos umfasst, realistisch? Oder sollte der Trader Ausschau halten nach einem besserem Kauf-Niveau (Verkaufs-Niveau bei Short-Positionen) um das CRV zu verbessern?

  1. Fester Betrag als Risiko wählen   

Bevor er zu traden beginnt, sollte der Trader seine Komfortzone kennen. Fühlt er sich wohl bei einem Risiko von 100 Euro sollte er konsequent 100 Euro setzen. Ist dies eher 50 Euro oder gar weniger dann sollte dieser Betrag gewählt werden. Der Euro-Betrag in Bezug auf das Risiko bestimmt schließlich die Höhe der Position. Verlangt der Trade einen Stop-Abstand von 50 Pips kann der Trader 2 Mini lots (20.000 US $) traden. Bei 100 Pips handelt er mit einem Mini Lot.

  1. Mit Bracket-Orders arbeiten

Jeder Trade hat einen Einstiegspreis, einen Risiko-Stop und ein Kursziel. Diese drei Orders werden bei der Analyse des Charts vorab berechnet und dann gleichzeitig in die Trading-Plattform als reale Orders eingegeben. Wenn ein Kauf-Limit (oder Verkaufs-Limit bei Short-Positionen) gewählt wurde bekommt die Position, sobald sie eröffnet wird, eine Bracket-Order mit auf dem Weg. Dies ist gleichzeitig ein Stop Loss und ein Take Profit.

  1. Set and forget!

Je weniger der Trader die Position beobachtet desto besser. In der Regel reicht einmal am Tag! Wer dennoch öfter hinschaut, handelt vermutlich mit einem Risiko, das nicht der eigenen Komfortzone entspricht. Am Anfang empfiehlt es sich, generell mit kleineren Positionen zu traden bis ausreichend Erfahrung gesammelt wurde. Auf Grund der hohen Korrelation der heutigen Märkte sollten nicht mehr als zwei Positionen gleichzeitig gehandelt werden.

  1. Order-Management

Da die Position automatisch eine Stop-Loss-Order und eine Take Profit Order begleitet ist in der Regel wenig zu tun als zu warten bis eine der beiden Bracket Orders ausgeführt wird. Denkbar wäre, dass der Stop manuell auf Break Even gesetzt wird, sobald der Trade 1R (die Höhe des Risikos) im Plus ist. 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

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