Stressfreies Swingtrading für Berufstätige (Teil 4)

Stressfreies Swingtrading für Berufstätige (Teil 4)

 

Richtiges Verständnis ermöglicht stressfreies Handeln

Im Artikel 3 dieser Serie über Swingtrading haben wir das Prinzip des Chance Risiko-Verhältnisses beschrieben. Das richtige Verständnis dieses Prinzips ist wichtig, um ein stressfreies Trading zu ermöglichen. Wer wirklich versteht, dass es bei gleichbleibendem RRR lediglich eine Trefferquote von 34 % braucht um profitabel traden zu können, befreit sich von dem zwanghaften Bedürfnis, die laufenden Positionen ständig zu beobachten.

Kein Einfluss auf das Marktgeschehen

Der Trader macht dann seine Analyse, setzt seine Limits in den Markt und überlässt es schließlich dem Marktgeschehen, ob die Position das Kursziel oder den Stop erreicht. Dahinter steht natürlich die Erkenntnis, dass der Trader keinerlei Einfluss auf das Marktgeschehen selbst hat. Sehr wohl kann er das Risiko kontrollieren.

Die 1%-Regel

In Bezug auf das Risikomanagement wählen viele Trader einen festen Prozentsatz des Kapitals, der bei jedem Trade riskiert werden soll. In der einschlägigen Literatur wird hier oft 1 % empfohlen. Der Grund ist klar. Bei einer Verlustreihe von 10 Trades nacheinander verliert der Trader 10 % seines verfügbaren Kapitals. Er muss dann etwas mehr als 11 % Gewinn machen um den Verlust wett zu machen. Eine machbare Sache.

Die Regel funktioniert in der Praxis nicht

Die Erfahrung zeigt aber, dass viele angehenden Trader sich gerade nicht an diese Regel halten. Vor allem dann, wenn vermehrt Verlusttrades auftauchen, steigt das Bedürfnis, diese Verluste so schnell wie möglich wieder zurückzugewinnen. Damit dies gelingt wird gerne 2 % oder gar noch mehr riskiert. Die Folgen dieses undisziplinierten Vorgehens kann man sich ausmalen.

Die eigene Komfortzone beachten

Besser wäre, wenn jeder Trader für das maximale Risiko von seiner eigenen Komfortzone ausgehen würde. Statt einem fixen Prozentsatz würde er einen festen Eurobetrag wählen. Nehmen wir an, ein Trader wäre bereit, 100 Euro pro Trade zu riskieren. 100 Euro wären dann in dem Fall seine Komfortzone. Dieser Trader sollte dann versuchen, Konsistenz beim einmal gewählten Risiko zu erzielen. Egal, ob er gerade „gewinnt“ oder „verliert“, er sollte bei diesem 100 Euro bleiben.

Profitabilität abwarten

Warum ist dies nun so wichtig? Am Anfang fehlt natürlich die Erfahrung. Überdies hat der Trader die gewählte Strategie noch längst nicht gemeistert. Es ist von daher hilfreich, wenn er bezogen auf das Risiko solange in seiner Komfortzone bleibt, bis er über eine längere Periode nachweislich profitabel handelt. Ist dieser Schritt vollzogen, dann kann er darüber nachdenken, die Komfortzone zu erweitern und eventuell 150 oder 200 Euro pro Trade zu riskieren.

Konsistenz in der Verlustbegrenzung

Beim Start einer Trader-Karriere ist dieses Prinzip von höchster Wichtigkeit, denn gerade die Konsistenz in der Verlustbegrenzung bildet hier meistens die höchste Hürde. Da der Trader von vornherein weiß, dass lediglich 34 % seiner Trades das Kursziel erreichen müssen, um die Profitabilitätsschwelle zu überschreiten kann er das Trading-Projekt entspannt angehen. Gerade die stressfreie Herangehensweise ist die Voraussetzung für überlegte Trades (siehe Artikel 2-3 dieser Reihe). Diese wiederum erhöhen die Chance auf eine bessere Trefferquote als 34 %.

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

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