So funktionieren CFDs: Risiken und Chancen

So funktionieren CFDs: Risiken und Chancen

Das Trading auf Margin bei CFDs ist mit erhöhten Risiken und Chancen verbunden. Da Trader immer zuerst das Risiko beachten sollten, steigen wir damit in den Beitrag ein.

Grundsätzlich sollte man bereits vor dem Einstieg in den CFD-Handel Trading-Erfahrung haben. Die Produkte sind überwiegend für risikobewusste, spekulativ handelnde Marktteilnehmer geeignet. Alternativ können beispielsweise CFDs auf Indizes dazu genutzt werden, bestehende Aktien-Depots gegen Kursverluste zu hedgen.

Für den Einstieg ins CFD-Trading ist ein Demo-Konto zu empfehlen. Selbst erfahrene Trader sollten dies in Erwägung ziehen, um sich mit der Handhabung der Handelsplattform vertraut zu machen. Letztlich ist auch das ein Teil des Risiko-Managements. Denn in der Praxis ist immer wieder zu beobachten, wie die Ungeduld, „endlich lostraden zu wollen“, viele Neulinge schnell in zu große Positionen treibt.

Auf den ersten Blick wirken die Margin-Sätze und die damit verbundenen Hebel verlockend. Doch die tatsächliche Verantwortung des Händlers beläuft sich stets auf den gesamten Positionswert! Genau hier liegt das große Risiko bei CFDs, dessen man sich unbedingt bewusst sein sollte.

Denn ist die Margin aufgebraucht, muss der Trader weitere Mittel nachschießen. Dazu ein Beispiel. Ein Trader ist im DAX bei 10.000 Punkten long gegangen. Dafür musste er lediglich 2 Prozent, also 200 Euro, an Margin hinterlegen. Fällt der DAX nun unter 9800 Punkte, ist die erbrachte Sicherheitsleistung aufgebraucht und er muss weitere Margin leisten. Dafür muss das Handelskonto einen ausreichend hohen Bestand an freien Mitteln aufweisen. Wer also den Trade bei Verlusten nicht glattstellt, kann viel mehr als die anfangs gezahlte Margin verlieren.

Besonders schwierig wird es, wenn mehrere Positionen gleichzeitig ins Minus laufen. Dann kann es passieren, dass auf dem Konto keine ausreichenden freien Mittel verfügbar sind. In dieser Situation gibt es den sogenannten „Margin Call“. Kommt der Trader dem Margin Call nicht nach, indem er frisches Kapital nachschießt, kann der Broker (einzelne) Positionen auflösen. Das Eintreten dieses Szenarios muss durch professionelles Risikomanagement um jeden Preis ausgeschlossen werden.

Im Extremfall können die Verluste sogar den Wert des Kontos übersteigen. Auch dafür trägt der Trader die volle Verantwortung – es sei denn, diese „Nachschusspflicht“ wurde in der Kontovereinbarung ausdrücklich ausgeschlossen.

Nach der umfangreichen Würdigung der Risiken liegen die Chancen von CFDs auf der Hand. Wie bereits in den vorherigen Beiträgen dieser Serie angesprochen, können Trader auch mit kleinem Konto – beispielsweise 5000 Euro – effektiv verschiedene Positionen und/oder Strategien gleichzeitig handeln. Dies war früher nur für größere Konten möglich.

Weiterhin bieten CFDs Zugang zu einer großen Bandbreite an Märkten. Bei WH SelfInvest können Trader fast alles handeln: Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen sowie Anleihen und Zinsmärkte. Außerdem ist es für die meisten Basiswerte möglich, sowohl long als auch short zu traden und damit die Chancen an den Märkten bestmöglich zu nutzen.

 

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