Mean-Reversion-Trading (Teil 4)

Mean-Reversion-Trading (Teil 4)

Risikomanagement und Fallen, die Trader vermeiden sollten

Im letzten Artikel dieser Reihe sehen wir uns das Risikomanagement und einige Fallen an, die man beim Handeln von Mean Reversion-Strategien vermeiden sollte.

Risikomanagement

Mean-Reversion-Trading hängt normalerweise von einer hohen Trefferquote   ab. Das bedeutet, dass der Trader suboptimale Trades herausfiltern sollte. Overtrading ist oft das größte Hindernis beim Mean-Reversion-Trading. Der Trader sollte lieber beiseitetreten, außer wenn ein Trade alle Bedingungen erfüllt. Wir schauen uns von daher einige Kriterien an.

Trendtage vermeiden

Trendtage entstehen oft, wenn ein Markt eine Handelsspanne bildet, die über dem Durchschnitt liegt. Das passiert meistens, wenn Anleger mit einer Langfrist-Perspektive in den Markt eintreten und die Preise auf ein neues Niveau heben. Konzentriert sich der Trader jedoch auf kürzere Zeitspannen, sollte er beim Handeln gegen einen potentiellen Trendtag auf der Hut sein. Er sollte von daher in jedem Fall in der Lage zu sein, die Bedingungen für einen Trendtag zu erkennen, wenn er Trades herauszufiltern möchte, die wahrscheinlich nicht funktionieren werden. Trendtage ereignen sich oft nach einem Ausbruch aus einer Handelsspanne, insbesondere dann, wenn die Range im Laufe der Zeit kleiner geworden ist. Versucht der Markt eine Kurslücke zu schließen und scheitert aber dabei, besonders bei gutem Volumen, ist dies ebenfalls ein Hinweis für einen Trendtag.

Abbildung 1: FDAX, 15-Minutenchart

Chart DAX

 

In Abbildung 1 sehen Sie einen Chart des FDAX vom 17. Und 18. Oktober 2016. Mancher Trader erlag womöglich der Versuchung, das Gap vom 18. Oktober zu shorten (Pfeil oben im Chart). Es gab aber zwei Gründe, dies nicht zu tun. Erstens: die Volatilität und auch das Handelsvolumen waren am Vortag deutlich zurückgegangen. Zweitens brach der Markt am 18. Oktober mit einem Gap aus der Handelsspanne des Vortages aus. Es gab im Übrigen keine richtige Bestätigung, dass diese Eröffnungsstärke zurückgenommen werden würde. Der Markt kam zwar etwas zurück, testete aber lediglich kurz das Vortages-Hoch um dann weiter zu steigen. Dies sind die Situationen, in denen ein Mean-Reversion-Trader lieber außen vor bleiben sollte.

Interessant für Scalper

Für erfahrende Trader, die einen Markt gut kennen, kann es sich lohnen in einem 5-Minuten Zeitrahmen zu scalpen. Aber es ist wahrscheinlich nicht die richtige Strategie für Trader, die neu auf dem Markt sind. Kleine Kursziele erfordern schnelle Entscheidungen bei unvollständigen Informationen. Märkte kehren zu „fairen“ Preisen zurück, wenn sie nicht in der Lage sind, ein Momentum in die eine oder andere Richtung aufrecht zu erhalten. Das kann passieren, wenn ein Markt Unterstützung oder Widerstand testet und scheitert, oder auch wenn ein Trendmarkt sich zu weit vom gleitenden   Durchschnitt weg bewegt.

Mean Reversion Trading kurz gefasst

Das Kursziel eines Mean Reversion-Traders sollte ein Niveau sein, dass vor kurzem vom Markt akzeptiert wurde, oder ein gleitender Durchschnitt, den der Markt respektiert. Man sollte die Trades herausfiltern, die nicht alle Bedingungen erfüllen, um eine hohe Trefferquote aufrechtzuerhalten. Und schließlich sollte der Trader sicherstellen, dass der Trade genug potentiellen Profit birgt, um das Risiko zu rechtfertigen.

 

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

Ihnen gefällt der Inhalt unserer Webseite?
Registrieren Sie sich, um kostenlos einmal im Monat per E-Mail eine Übersicht aller neuer Artikel und Trading-Ideen zu erhalten. Jeden Monat veröffentlichen wir mindestens 4 Artikel.