Intraday Trendfollowing (Teil 3)

Intraday Trendfollowing  (Teil 3)

 

Wie wir im letzten Beitrag gesehen haben, müssen Trends vorbereitet werden, um sich entwickeln zu können. Es gibt Zeiten um trendfolgende Trades zu beginnen, und Zeiten, zu denen man besser abwartet oder gar gegen den Trend handelt. Es macht oft den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bei diskretionären Tradern aus, ob jemand die Disziplin hat, vom Markt fernzubleiben, wenn die Bedingungen nicht gut sind.

Stau

Ein Markt wird gestaut, oder ist unstet, wenn das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern weitgehend ausgeglichen ist. Manchmal ist die Volatilität niedrig, besonders während einer Konsolidierung in einem bullischen Markt. Zu anderen Zeiten, wenn noch einige Unsicherheit da ist, ist noch Volatilität vorhanden. Wenn Käufer und Verkäufer ausgeglichen sind, kann sich aber auch bei viel Volatilität kein Trend entwickeln.

Abbildung 1: E-Mini, 18. Januar 2017, 5-Minuten-Chart

Chart E-Mini S&P500 Future, 5 Min

 

Abbildung 1 zeigt einen unsteten, gestauten Markt im E-Mini. Auch wenn die Trading-Range sich erweitert und zusammenzieht kann sich kein Trend entwickeln solange kein Auslöser neue Käufer oder Verkäufer in den Markt bringt. Wenn das passiert, muss der Trader darauf vorbereitet sein abzuwarten, bis der Markt aus der gesamten Trading-Range ausbricht. Es wird Situationen geben, in denen es so erscheint, als ob ein bullischer oder bärischer Trend sich entwickelt, aber wenn ein Trend nicht mit erhöhtem Volumen vorbereitet worden ist, ist die Chance gering dass der Trend weit kommt. Diese Disziplin muss ein diskretionärer Trader entwickeln. Wenn das Preisverhalten keinen Trend hergibt, macht es keinen Sinn einen Trade erzwingen zu wollen.

Abbildung 2: Gold, 5. Januar 2017, 5-Minuten-Chart

 

Chart Gold Future

Im Gegensatz zur vorhergehenden Abbildung bewegen sich die Gold-Futures in Abbildung 2 deutlich. Jeder Trend in eine Richtung bereitet das Potential für einen Trend in die andere Richtung vor. Nicht aus jedem Trend wird etwas werden, aber die Wahrscheinlichkeiten sind hoch. Dies ist die Art von Markt, die ein intraday Trendfolger sehen will.

 

Trendtage

Ein intraday Trendfolger kann während eines Tages von mehreren Trends profitieren, aber an Trendtagen kann er den ganzen Tag bei einem einzigen Trend bleiben. An Trendtagen eröffnet der Markt dicht an einem Ende der Trading-Range, und schließt am gegenüberliegenden Ende. Wenn ein Trendtag wahrscheinlich ist, lohnt es sich, eine Position länger zu halten und etwas mehr zu riskieren. Trendtage folgen normalerweise einem Ausbruch aus einer Konsolidierung auf einem langfristigen Chart. Es hilft, wenn der Ausbruch bereits getestet wurde. Ein Gap in der Richtung des Ausbruchs und ein erhöhtes Volumen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trendtag entwickelt. Der beste Eintrittspunkt ist normalerweise der Moment, nach dem eine Rückbewegung in das Gap gescheitert ist.

Langzeit-Trendfolger folgen normalerweise einem Trend bis sie sicher sind, dass der Trend beendet ist. Für Kurzzeit-Trader kann das bedeuten, zu viel Gewinn aufzugeben. Für sie lohnt es sich, einiges an Gewinn auf dem Weg mitzunehmen. An einem Trendtag ist es allerdings vielversprechend, eine Position zu halten, da der Markt normalerweise dicht an dem Hoch oder Tief schließt. In den folgenden Beiträgen sehen wir uns Entry- und Exit-Strategien für Trendfolger an.

 

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

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