Handel im Rohöl mit Bollinger Bands und dem Stochastik-Indikator

Trendhandel im Rohöl mit Bollinger Bands und dem Stochastik-Indikator

Rohöl ist ein Rohstoff, der in bestimmten natürlichen Gesteinsformationen der Erde vorkommt und aus Ölquellen freigesetzt wird. Die meisten Menschen sind jedoch eher mit seinen raffinierten Erdölprodukten wie Benzin, verflüssigtes Petroleumgas (LPG), Kerosin oder Heizöl vertraut. Rohöl wird als Futures-Kontrakt an einer Terminbörse gehandelt. Seine Preisschwankungen haben aber große Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, Umwelt und sogar in unserem täglichen Leben.

Eine gute Strategie für den profitablen Handel mit Rohöl ist die Verwendung der Kombination von Bollinger Bands und dem Stochastik-Indikator. Bevor wir die Strategie erläutern, ist es wichtig, zu verstehen, wie sich Trends im Rohölmarkt bilden.

Analyse der Trends im Rohöl der vergangenen Jahre

Bei der Analyse des Wochencharts des Rohöls zeigt sich, dass der Markt in den vergangenen drei Jahren einen Abwärtstrend gebildet hatte. Dies zeigt die Bildung tieferer Tiefs und niedrigerer Hochs eindeutig. Allerdings bildete Rohöl in den vergangenen eineinhalb Jahren ein sogenanntes inverser Schulter Kopf- Schultermuster (gelbe Zone im Chart). Dies kann man als ein bullisches Umkehrungsmuster verstehen. Damit änderte sich der Trend von einem bearishen zu einem bullishen Bias. Nachdem der Chart dann auch über der Nackenlinie des Musters (horizontale blaue Linie im Chart) eine Ausbruchskerze zeichnete (kleiner grüne Pfeil unten) befindet sich Rohöl per Definition in einem bullischen Trend.

Abbildung 1: Rohöl, Wochenchart 2014-2017

Chart WTI Öl

 

Der Wochenchart in Abbildung 1 zeigt den alten bearishen Trend (roter Pfeil), den aktuellen bullishen Trend (grüner Pfeil) sowie das bullische Umkehrmuster (gelbe Zone).

Positionstrader können auf Grund dieses Befundes nach möglichen Entries für Long-Positionen im Wochenchart Ausschau halten. Folgende Kriterien gelten für die Eröffnung von Long-Positionen:

  • Sobald der Kurs korrigiert und die Aufwärtstrendlinie (grüner Pfeil) berührt, geht der Trader Long.

  • Sobald der Kurs die Nackenlinie (horizontale blaue Linie) des inversen Schulter Kopf schulter-Musters berührt, kann ebenfalls eine Long-Position eingegangen werden.

Abbildung 2 zeigt mögliche gute Einstiegspunkte für langfristige Positionstrades.

Bild 2: Rohöl, Wochenchart, November 2015 – Januar 2017

 

Chart2 WTI Öl

Aber auch für mittelfristig eingestellte Swingtrader ist Rohöl natürlich ein interessanter Markt. Dazu können sie eine Kombination von Bollinger Bändern und einem Slow-Stochastik-Indikator einsetzen. Bollinger-Bänder sind Volatilitätsbänder, die aus einem oberen Band, einem unteren Band und einem mittleren Band bestehen. Sie zeichnen gleichsam eine Hülle um die Preisstruktur. Der Slow Stochastik ist ein ausgezeichneter Indikator für die Identifizierung von überkauften oder überverkauften Ebenen eines Marktes.

 

Abbildung 3: Long-Trades mit Bollinger Bändern und Stochastik

Chart3 WTI Rohöl

 

Für Long-Positionen gelten für Swingtrader folgende Kriterien:

 -  Der Preis erreicht das untere Band des Bollinger Bandes

 -  Der Wert des Stochastik-Indikators liegt unter 20

 -  Es taucht am unteren Ende des unteren Bandes eine Umkehrkerze auf

Der Trader sollte den Stop-Loss unter den Tiefpunkt der Umkehrkerze setzen.

 

Abbildung 4: Short-Trades mit Bollinger Bändern und Slow Stochastik 

Chart4 WTI Öl

 

Die Kriterien für die Eingabe von Short-Positionen für Swingtrader:

• Der Kurs erreicht das obere Band des Bollinger Bandes

• Der Wert des Stochastik Indikators liegt über 80

• Es gibt eine Umkehrkerze am oberen Band

Bei Short-Positionen sollte der Trader den Stop-Loss über dem Hoch der Umkehrkerze setzen.

 

 

 

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