Effektives Stop-Loss-Management (Teil 2)

Effektives Stop-Loss-Management (Teil 2)

Trailing-Stops effektiv einsetzen

Im vorherigen Artikel haben wir uns mit zwei häufigen Fehlern bei Stops beschäftigt, sowie wie der Trader es vermeiden kann, frühzeitig aus dem Trade auszuscheiden. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf geeignete Trailing-Stopp-Methoden für verschiedene Arten von Trades. Die meisten Trader machten die Erfahrung, dass ein Trailing-Stop sie genau zu dem Zeitpunkt aus dem Trade holt, als sie höchstwahrscheinlich Ihre Position hätten aufstocken sollen. Trailing-Stops passen einfach nicht zu jedem Trade. Hier sind einige Richtlinien:

Chart-Muster und Trades mit spezifischen Zielen

Wenn der Trader ein klassisches Chart-Muster mit einem bestimmten Ziel handelt, oder wenn er plant, den Trade zu beenden, wenn er eine Unterstützung oder Widerstandsebene erreicht, dann sollte er ihm etwas Raum geben. Märkte haben ihre Art Ziele zu erreichen, meist erst nachdem so viele   Trader wie möglich auf dem Weg dorthin frustriert haben. Wenn ein Trailing-Stop angewendet wird, kommt der Trader mit einem kleinen Gewinn heraus, der einfach nicht das Risiko rechtfertigt. Für diese Arten von Trades kann ein Trailing-Stopp schädlich sein. Der Trader sollte nur seinen initial Stop auf Breakeven setzen, nachdem das erste Breakout-Level getestet wurde. Danach sollte er geduldig sein und warten, bis das Ziel erreicht wird.

Trendfolge-Trades

Folgt er dem Trend, dann braucht er klare Hinweise, dass der Trend gebrochen wurde, bevor er aus dem Trade austritt. Dafür erfordert es in der Regel mehr als nur ein Break einer Trendlinie. Der Kurs sollte die Trendlinie brechen, dann erneut testen, und dann eine neues Low (oder Hoch) bilden. Ein Trendfolger sollte wirklich jeden dieser Schritte vorhersehen, bevor er den Trade beendet. Natürlich kann dies beängstigend sein, wenn Trends schnell wechseln. Wenn der Trader besorgt ist zu viel Gewinn zu verlieren, kann er die Position reduzieren, sobald sie sich gegen ihn bewegt. Auf diese Weise hat er immer noch eine kleine Position, falls sich herausstellt, dass es ein falscher Break war. Er verliert dann nicht den gesamten Gewinn, wenn der Markt wieder dreht.

 

Momentum-Trading

Beim Momentum-Trades ist das Risiko groß, dass der Trader zu lange in der Position bleibt. Ist er im Trade rein basierend auf Momentum, ist er wahrscheinlich nicht der einzige. Das bedeutet, dass, sobald das Momentum ausläuft, es zahlreiche andere Trader gibt, die ihre Position schließen. Hier ist ein enger Trailing-Stop angebracht. Mit Momentum-Trades, zahlt es sich wirklich aus, Gewinne auf dem Weg mitzunehmen, sowie einen engen Trailing-Stopp zu verwenden. Die Gewinne können bei einem Vielfachen des anfänglichen Risikos oder wenn das Momentum die Extreme erreicht, realisiert werden.

Sammelt ein Markt Schwung, kann man nie wissen, wie weit es gehen kann. Wenn der Schwung den Höhepunkt erreicht, ist es keine schlechte Idee etwas von Ihrem Profit vom Tisch zu nehmen. Ein guter Indikator um diese Arten von Höhepunkte zu identifizieren, ist ein 5-Perioden-RSI. Der Trader sollte einfach die vergangenen Hochs und Tiefs beachten. Dann bekommt er eine gute Vorstellung davon, was eine extreme Bewegung ist. Was das Management seiner Trailing-Stops angeht, kann er einen gleitenden Durchschnitt, der dem Kurs nahe folgt, verwenden.

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

Ihnen gefällt der Inhalt unserer Webseite?
Registrieren Sie sich, um kostenlos einmal im Monat per E-Mail eine Übersicht aller neuer Artikel und Trading-Ideen zu erhalten. Jeden Monat veröffentlichen wir mindestens 4 Artikel.