Der Bund Future: das ideale Trading-Instrument ...(Teil 1)

Der Bund Future: das ideale Trading-Instrument für den beginnenden Trader? (Teil 1)

 

Die beliebtesten Trading-Märkte

Aktive Daytrader brauchen Volatilität und interessante Trading-Märkte. Sie sind die Voraussetzung für ein profitables Trading-Geschäft. Aus dem Grund traden die meisten Daytrader die bekannten Märkte wie DAX, Dow Jones, oder auch Öl oder den EUR/USD. Dies dürfte für mehr als 80% der Trader der Fall sein. Dennoch ist die Frage berechtigt, ob die besagten Märkte auch wirklich die Besten sind, gerade für den angehenden oder beginnenden Trader. Diese tun schnell, was „die anderen“ eben auch tun. Aber ist dies auch klug?

Auf die Kostenstruktur achtgeben!

Vor allem Anfänger unterschätzen eine wichtige Komponente im Trading-Geschäft: die Kosten. Diese setzen sich meist in Form von Kommissionen, Gebühren und Spreads zusammen. Wer aber genauer hinschaut, muss feststellen, dass die oben genannten Märkte nicht unbedingt zu den „Billigsten“ gehören. Gerade wenn ein Trader noch nicht dauerhaft profitabel handelt, ist ein Blick auf die Kostenstruktur seines Geschäfts zwingend geraten.

Die fünf wichtigsten Kontrakte an der EUREX für Trader

Wer sich zum Beispiel die Börsengebühren der liquidesten Märkte an der EUREX anschaut, kommt zu erstaunlichen Ergebnissen:

DAX (FDAX) :                    0,50 Euro

Mini-DAX (FDXM) :          0,25 Euro

EUROSTOXX 50 (FESX) : 0,30 Euro

Bund Future (FGBL) :      0,20 Euro

Bobl Future (FGBM) :     0,20 Euro

Wie unschwer zu erkennen ist des Deutschen liebstes Trading-Instrument der DAX geradezu das Teuerste. Der Eurostoxx50-Future ist mit 0,30 Euro Börsengebühr schon bedeutend günstiger sowie auch der neue Mini-Dax-Future (0,25 Euro). Am allergünstigsten aber sind die beiden Anleihen-Futures Bund und Bobl-Future. Schaut man sich nun die Intraday-Margins dieser 5 Märkte an, kommt man ebenfalls zu einem klaren Ergebnis:

 

DAX (FDAX) :                    9920 Euro

Mini-DAX (FDXM) :          1980 Euro

EUROSTOXX 50 (FESX) : 1415 Euro

Bund Future (FGBL) :      1016 Euro

Bobl Future (FGBM) :        480 Euro

 

Auch bei dem Intraday Margins schlagen die beiden Anleihen-Futures die Aktienmarkt-Futures um Längen. Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass ein Trader beim Bund-Future lediglich 40% der Börsengebühr eines Dax-Futures zahlen muss. Ausserdem kann er für jeden DAX-Future 9 Bund-Future-Kontrakte kaufen, was ihm eine viel größere Flexibilität bezüglich seines Money Managements erlaubt. Grund genug also, um sich etwas näher mit dem Intraday-Handel des Bund-Futures zu beschäftigen.

Was ist der Bund-Future?

Ein Euro-Bund-Future bezieht sich auf eine fiktive Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland mit einem Kupon von 6 Prozent und einer Restlaufzeit von 10 Jahren zum Liefertag des Futures. Der Nominalwert eines Kontraktes beträgt 100.000 EUR. So lautet die genaue Beschreibung dieses Kontraktes. Ein Trader, der also einen Bund-Future-Kontrakt handelt und dafür intraday eine Margin von 1016 Euro hinterlegen muss, hat also fast einen Hebel von 100.

Wer nun behauptet, dass die Volatilität im Bund-Future im Vergleich zum DAX oder auch EUR/USD zu wünschen übrig lässt, sollte unterstehenden Chart studieren.

Euro-Bund-Future, 60-Minuten-Chart

Bund Future Chart

Unschwer zu erkennen sind tägliche Schwankungen von manchmal über 100 Punkten. Diese Schwankungsfreudigkeit hat sicher auch mit den aktuellen historischen Höchstständen im Bund (aktuell bei ca. 167) zu tun. Diese Volatilität reicht allemal für die Butter und Brot-Trades eines versierten Traders. Wir schauen uns in den kommenden Artikeln einige Trading-Setups in diesem Kontrakt an.

 

 

 

10 essentielle Stop Orders für Trader  Technische Analyse: der RSI Indikator  Trading: Aktives traden des DAX

 

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