Daytrading-Typen (Teil 2) – Trendfolger, Swing-Trader ...

3 Typen Daytrader

In einem anderen Artikel diskutieren wir den Typ Daytrader, der in der Regel nur eine Transaktion pro Tag durchführt. Hier wollen wir von dem Typ Daytrader berichten, der mehr als einmal täglich kauft und verkauft. Die Charts, welche diese Händler verwenden, sind in der Regel kleiner als Stundencharts. Trotzdem haben diese Händler ein Auge auf den Stunden- sowie den 4h-Chart, um den längerfristigen Marktrend, in dem sie handeln, zu bestimmen. Ihr eigentliches Terrain ist allerdings der 15-Minuten-oder der 5-Minuten-Chart (manchmal auch der 1-Minuten-Chart).

Dieser Händler kauft und verkauft in einem Zeitraum von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Wenn der Trend solide ist und die Position dick im Gewinn, dann hält er diese manchmal auch über Nacht. Wir unterscheiden bei diesem Typ Trader zwischen drei Varianten: Der Swing-Trader, der Contrarian sowie der Trendfolger.

Trendfolger

Für Anfänger ist definitiv die trendfolgende Variante vorzuziehen, weil die Risiken, verglichen mit der konträren Methode, begrenzt sind. Der Trendfolger geht ausschließlich Positionen in die Richtung des Trends ein. Der Vorteil hierbei ist, dass wenn der Trend konstant ist, die Position relativ schnell in den Gewinn läuft. Die technischen Werkzeuge dieses Trader-Typs sind oftmals ein Crossover (der Schnittpunkt zweier gleitender Durchschnitte) und/oder das SAR-Verfahren, "Stop and Reverse". In diesem Fall wird die Position geschlossen, sobald ein Signal gegen den aktuellen Trend generiert wird. Gleichzeitig wird eine Position in die Richtung des neuen Signals platziert.

Eine weitere Methode der Trendfollower ist der Range-Breakout. Hier kauft (oder verkauft) der Händler, sobald die Kurse aus einer Range ausbrechen. Eine interessante Variante dieser Methode ist der "fakey" oder das Fakeout. Ein Ausbruch tritt ein aber der Händler geht davon aus, dass es sich um ein "fake" Ausbruch handelt. Er wird deshalb in die entgegengesetzte Richtung handeln. Wenn der Ausbruch nach oben passiert, setzt der Trader einen Verkaufs-Stop unterhalb des Ausbruchs-Niveaus. Ein Stop-Loss liegt leicht über dem höchsten Punkt des Ausbruchsversuchs.

Contrarians

Das Gegenpol zu den Trendfolgern ist der "Contrarian". Dies sind Händler, die an den Extremen der Preisschwankungen damit beginnen, Positionen aufzubauen. Im Idealfall geht der Contrarian bei Hochs short und bei Tiefs long. Diese Methode funktioniert in sogenannten Range-Märkten sogar sehr gut. Hier können die Positionen manchmal sehr schnell profitabel sein. Schwierig wird es erst, wenn der Markt in einen starken Trend wechselt. Dann besteht die Gefahr, wieder und wieder durch die natürliche Volatilität des Marktes ausgestoppt zu werden.

Aber es gibt andere Methoden für diesen Trading-Stil. Pivot-Punkte z.B. sind ein mächtiges Werkzeug, vor allem in den Devisenmärkten, um Scheitel- oder Umkehrpunkte zu identifizieren. Aber auch klassische Methoden wie Divergenzen und die allgemeine Verwendung von technischen Indikatoren gehören dazu.

Swing-Trader

Die dritte Gruppe innerhalb der Daytrader sind die Swing-Trader. Diese Gruppe kombiniert Trendfolge- mit Contrarian-Techniken. Der Swinger versucht, größere Bewegungen (Swings) in der Spanne von einem Tag zu handeln. Natürlich ist dies ein typisches Trendfolge-Denken, aber oft erfolgt der Einstieg durch eine konträre Methode. Läuft die Position in den Gewinn, dank eines sehr günstigen Einstiegsskurses, kann der Händler in den Swing-Modus umschalten und versuchen, seine Position systematisch aufzubauen (Scaling-in Verfahren). Oft werden dann auch Trailing-Stop Techniken verwendet, um die Position so lange wie möglich im Markt zu halten.

 

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