Daytrading-Strategien mit Moving Averages (1)

Moving Average, ein universelles Instrument zum Traden

In dieser Artikel-Reihe wollen wir unterschiedliche Daytrading-Strategien mit Moving Averages erkunden. Die Diskussion unter Tradern, ob und welche Art von Moving Averages zum täglichen Traden angewendet werden sollten, wollen wir hier nicht führen, da sie vor allem theoretischer Natur ist. Eine viel wichtigere Frage scheint uns, welche Parameter der Trader einsetzen soll, wenn er sich für diese Technik entscheidet. Fürs Daytraden und Scalpen haben sich mehrere Konzepte bewährt. Sie gehen von einem einfachen Crossover von zwei oder drei Moving Averages bis hin zum Einsatz eines ganzen Fächers von Moving Averages (Rainbow Scalping).

Fibonacci-Folge

Beim Einsatz von 3 Moving Averages hat sich für Daytrader und Scalper die Kombination von 5-, 8- und 15 Simple Moving Averages (SMA) bewährt. Diese Einstellung basiert auf die bekannte Fibonacci-Folge, die in allen möglichen Formen im Börsenhandel zum Einsatz kommt. Daytrader setzen die drei Moving Averages am besten im 5-Minuten-Chart ein, während Scalper die gleiche Einstellung im 1-Minuten-Chart benutzen können.

Selbstverständlich braucht es etwas Übung, bis der Trader in der Lage ist, das Verhalten der drei Moving Averages richtig zu interpretieren. Wir schauen uns die Strategie anhand von zwei Beispielen im Währungspaar USD/CHF an.

USD/CHF, 5-Minuten-Chart

Technische Analyse Trading: gleitende Durchschnitte

Im frühen Morgenhandel lief das Paar seitwärts mit einer leicht fallenden Tendenz. Visualisiert wird dies durch die drei SMA, die ebenfalls mit leicht fallender Tendenz nah aneinander verlaufen.

Um 08.30 Uhr gelingt den Bullen dann der entscheidende Ausbruch aus dieser Range mit einer klaren bullishen Candle über alle 3 MA´s (Pfeil unten). Dies war als klares Kaufsignal zu werten. Anschließend nimmt das Paar Momentum auf, was sich durch das Weiten der 3 Moving Averages zeigt. Erst gegen 10.00 Uhr kommen sich die drei MAs wieder näher.

Aggressive Trader können hier bereits Gewinne realisieren, zum Beispiel, wenn ein 5-Minuten-Candle unter den 5MA (rot) oder 8MA (grün) schließt. Es dauert dann schließlich bis 10.25 Uhr bis ein Schlusskurs unter den langsamen 13 MA (blau) stattfindet (Pfeil oben). Spätestens hier sollten alle Daytrader die Position schließen.  

USD/CHF, 5-Minuten-Chart

Trader nutzt gleitende Durchschnitte

Im zweiten Beispiel bekommt der Trader ein Short-Signal kurz nach 09.00 Uhr (Pfeil oben). Wir sehen auch hier, dass die drei MAs davor kaum Momentum aufwiesen. Sie verliefen nah zusammen, somit gab es kein Handlungsbedarf. Dies veränderte sich dann um 09.00 Uhr. Der Markt fiel in den nächsten 30 Minuten relativ zügig, somit war die Short-Position auch schnell im Gewinn.

Zweifel konnten dann aufkommen um 09.45, als ein kurzer Pullback (Gegenbewegung) einsetzte, die in etwa 15 Minuten andauerte (gelbe Zone im Chart). Auch hier konnten aggressive Daytrader Gewinne realisieren, sobald der Kurs über dem 5 MA (rot) oder dem 8 MA (grün) schloss.

Allerdings gab es keinen Schlusskurs über dem 13 MA (blau), somit konnten geduldigere Daytrader weiterhin in der Position bleiben und diese erst um 11.05 Uhr (Pfeil unten) schließen, als die drei MAs von bearish auf bullish wechselten.

 

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