Buchrezension – Hedge Fund Market Wizards

Meister ihres Fachs

 Wie in allen Disziplinen, im Sport, in der Kunst oder wo auch immer man Beherrschung erreichen muss, beachten Anhänger die Taten von denjenigen, die am weitesten gegangen sind. Es sind die Meister ihres Fachs. Sie haben dies bewiesen, nicht weil sie Glück hatten, sondern weil sie ein langjährigen „Track-Record“ besitzen, was für Konsistenz und einen systematischen Ansatz spricht.

The Market Wizards

Der Spezialist in der Befragung dieser Menschen auf dem Gebiet der Börse und des Tradings ist eindeutig Jack Schwager, der bereits im Jahr 1989 die Finanzgemeinschaft überraschte mit seinem zeitlosen Bestseller "The Market Wizards". Es kamen danach noch die "New Market Wizards" und die "Stock Market Wizards" dazu. Es sind alles qualitativ, tiefgehende Interviews mit Tradingspezialisten, die im Laufe der Zeit ein Vermögen an der Börse gemacht haben.

Im Kopf eines Hedgefonds-Managers

Jetzt ist Schwager wieder da mit einem vierten Buch. Dieses Mal schaut er tief in die Köpfe von 15 Top-Tradern, die für einen Hedge-Fonds verantwortlich sind. Schwager ist vielleicht aus diesem Grund ein wichtiger Interviewer, weil er das bereits mehr als 25 Jahre macht, und dem zu folge sehr viele Menschen in dieser Branche kennengelernt hat. Aber noch wichtiger ist vielleicht, dass Schwager auf dem Gebiet des Tradings selbst ein Spezialist ist. Und das beeinflusst natürlich die Qualität der gestellten Fragen.

Neue Entwicklungen

Mit anderen Worten wohnen wir 15 Gesprächen zwischen zwei hoch spezialisierten Personen bei, die jahrzehntelange Börsenerfahrung haben. Grund genug, um zuzuhören. Aber es gibt vielleicht einen weiteren Grund, um sich mit diesem Buch zu beschäftigen. Nach den ersten Market Wizards sind wir inzwischen 25 Jahre weiter. Seitdem ist viel Wasser den Rhein hinunter geflossen und das spürt man bei den Themen, mit denen sich einige Hedgefonds-Manager beschäftigen. Sie handeln in Märkten, die es in den 80er Jahren einfach nicht gab.

Die Prinzipien bleiben

Aber trotzdem bleiben die großen Handels-Prinzipien auch in den Zeiten danach die Gleichen. Daher sind bestimmte Aussagen der Hedge-Fonds-Wizards überraschend aber dann auch wieder nicht. Das Interview mit Ray Dalio (Bridgewater Associates) trägt den Titel: "The Man Who Loves Mistakes". Dalio ist davon überzeugt, dass man das meiste aus seinen eigenen Fehlern lernt. Nicht gerade originell, aber immer noch universell wahr.

Sie machen eine Sache

Oder Steve Clark (Omni Global Fund) fasst zusammen, was eine Menge von "Wizards" wiederholen: Fast alle erfolgreichen Trader, die ich kenne, sind "One-Trick Ponies". Sie machen eine bestimmte Sache, und tun das auch sehr erfolgreich. So haben sie ihre eigene Strategie, die für sie gut funktioniert, die aber vielleicht für jemanden anderen eine Katastrophe bedeuten wurde.

No free lunch

Trotz alledem wird deutlich, was das Geheimnis dieses Erfolgs ist: Ein Motiv, das wir bereits von Malcolm Gladwell’s Einsicht kennen und zwar, dass der Erfolg, jeder Erfolg, in jeder Disziplin, immer etwas mit der Tatsache zu tun hat, dass diese Personen bereit sind, tausende Stunden zu arbeiten und dies trotz wiederholter Misserfolge am Anfang. Schwager wird sogar sehr deutlich: Erfolgreiche Trader arbeiten extrem hart.

 

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